Veranstaltungsort: Steinway – Galerie Münster, Wolbeckerstr. 62

  • Mitglieder des Deutscher Tonkünstler Verband – 27. September 2019, 19:30 Uhr
  • Artem Yasynskyy – Klavierabend – 13. Oktober 2019, 18:00 Uhr
  • Holger Blüder – Klavierabend – 16. November 2019, 20:00 Uhr
  • Prof. Kurt Seibert- Klavierabend – 26. Januar 2020, 18:00 Uhr

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Informationen zum DTKV – Konzert folgen …

 


Pianist Artem Yasynskyy am 13. Oktober 2019, 18:00 Uhr zu Gast in der Steinway Galerie Münster

Seit seiner Kindheit stand für ihn fest, dass er Konzertpianist werden würde. Sein erstes Konzert gab er im Alter von 8 Jahren. Nach einer pianistischen Ausbildung in seiner Heimatstadt Donezk/Ukraine an der Staatlichen Musikhochschule Prokofjew bei Professorin Albina Oryshuk studierte er an der Hochschule für Künste in Bremen bei Professor Patrick O’Byrne, wo er Anfang 2015 sein Masterstudium mit Auszeichnung abschloss.

Als Konzertpianist schätzt Artem Yasynskyy keine langfristige Wiederholung festgelegter Programmfolgen, sondern pflegt seine Programme der jeweiligen Konzertsituation sowie seinen temporären musikalischen Schwerpunkten anzupassen. Sein vielseitiges Repertoire schöpft er aus den pianistischen Meisterwerken aller Epochen.

Mit Leidenschaft widmet er sich der Erschließung selten gespielter Meister und ihrer Werke, und seine im Naxos Grand Piano Label erschienene erste CD mit Erstaufführungen und selten gespielten Werken des polnischen Komponisten Jozef Hofmann hat gleich nach ihrem Erscheinen im Mai 2015

viel positive Aufmerksamkeit bei namhaften Kritikern gefunden. Im September 2016 hat er seine zweite CD mit Sonaten von Domenico Scarlatti, ebenfalls bei Naxos, eingespielt.  Sie erscheint in diesem Jahr.

In seiner Freizeit liebt es Yasynskyy, die Welt durch die Linse seiner Kamera zu betrachten, denn das Fotografieren ist seine zweite künstlerische Leidenschaft, die ihn auf seinen Reisen in alle Welt stets begleitet.

Seit dem Sommersemester 2015 lehrt Artem Yasynskyy im Hauptfach Klavier an der Hochschule für Künste in Bremen. Im Jahr 2016 war er nicht nur auf Festivals und mit Solorezitals an vielen Orten Deutschlands, sondern auch in den USA, Kanada und Südkorea zu Gast.

weiter Infos unter: https://www.artemyasynskyy.com/


Pianist Holger Blüder am 16. November 2019 um 20:00 Uhr zu Gast in der Steinway Galerie Münster

In seinem aktuellen Klavier-Soloprogramm „Variation und Emotion“  präsentiert Holger Blüder stilistisch sehr unterschiedliche Variationswerke aus Klassik und Moderne sowie hoch emotionale Werke aus der Romantik.

Zusätzlich vermittelt der Konzertpianist interessante Hintergrundinformationen.

Holger Blüder (*1969) begann als Siebenjähriger an der Musikschule Mettmann mit dem Klavierspiel.  Nach Abitur und Wehrdienst studierte an den Musikhochschulen in Düsseldorf und Würzburg. Seine pianistische Ausbildung erfolgte in den Klassen von Prof. Barbara Szczepanska und Prof. Karl Betz. Die staatliche Musiklehrerprüfung legte er mit „sehr gut“ ab, das anschließende Diplomstudium „mit Auszeichnung“ und der Zulassung zur Solistenprüfung. 1999 beendete er sein Studium mit dem Erhalt des Meisterklassendiploms.

Bei mehreren nationalen und internationalen Klavierwettbewerben wurde Holger Blüder als Preisträger ausgezeichnet, u.a. in Moncalieri, in Ragusa und in Rom. Er nahm an Meisterkursen für Klavier und Kammermusik im In- und Ausland teil, z.B. in Bad Bertrich, Thessaloniki und Klagenfurt.

Blüder konzertiert mit unterschiedlichen solistischen und kammermusikalischen Programmen in ganz Deutschland. Aufnahmen von ihm wurden im Bayerischen und Hessischen Rundfunk, sowie im Radio France Nationale gesendet.

Als Dirigent von Orchestern verantwortet Holger Blüder regelmäßig große sinfonische Projekte. Im Bereich der Chormusik wurde er 2009 vom Sängerkreis Miltenberg zum Ehren-Kreischorleiter ernannt. 2014 verlieh ihm die Bundesvereinigung deutscher Chorverbände (BDC) für seine hervorragenden Leistungen den Titel „Chordirektor“. 2018 erhielt er  die „Carl-Friedrich-Leucht-Medaille“ als höchste Auszeichnung des Maintal-Sängerbundes.

Holger Blüder war von 1997 bis 2016 im Landkreis Miltenberg (Bayern) tätig, u.a. als Leiter der Musikschule Obernburg. Sein künstlerisches Wirken als Pädagoge, Pianist und Korrepetitor, sowie seine Arbeit mit verschiedenen Orchestern und Chören, waren überaus erfolgreich. Die Stadt Obernburg verlieh ihm in Anerkennung seiner Verdienste im Juli 2016 die goldene Bürgermedaille.

Seit August 2016 leitet Holger Blüder die „Schule für Musik im Kreis Warendorf“.

PROGRAMM:

Wolfgang Amadeus Mozart:          Variationen A-Dur KV 331

(1756-1791)

 Leonard Bernstein:                          Touches (Choral, 8 Variations, Coda)

(1918-1990)

Franz Schubert:                                Wanderer-Fantasie op. 15

(1797-1828)

Allegro – Adagio – Presto – Allegro

Joseph Haydn:                                  Variationen f-moll Hob. VVII:7

(1732-1809)

Robert Schumann:                           Klavierstücke

(1810-1856)

Träumerei – aus: Kinderszenen

Romanze – aus: Fantasiebilder

Wiegenlied – aus: Albumblätter

Von fremden Ländern und Menschen – aus: Kinderszenen

Wichtige Begebenheit – aus: Kinderszenen

Volksliedchen – aus: Album für die Jugend

Finale – aus: Fantasiebilder

 

 

Frédéric Chopin:                              Ballade F-Dur op. 38

(1810-1849)                                                       

 


Pianist Prof. Kurt Seibert am 26. Januar 2020 um 18:00 Uhr zu Gast in der Steinway Galerie Münster

Er spielt Robert Schumanns „Album für die Jugend“

Vor allem für die älteren unter den Klavierliebhabern gehörte der „Fröhliche Landmann“, „Knecht Ruprecht“ und der „Wilde Reiter“ zum unverzichtbaren Pflichtkanon des Klavierunterrichts. Das „Album für die Jugend“ war, wie seine „Kinderszenen“ nahezu ein Synonym für Robert Schumann den großen Komponisten der deutschen Romantik. Das Album für die Jugend war dann auch zu der Zeit seiner Erscheinung im Jahr 1849 ein „Bestseller“ auf dem Musikmarkt, wie wir heute sagen würden: Es spiegelte in den kleinen Charakterstücken und den Illustrationen von Ludwig Richter den Zeitgeist und die Mode der bürgerlichen Gesellschaft in ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Zeit des  Biedermeier, wie wir heute stark vereinfachend sagen, wieder. In den letzten Jahren ist das „Album“ etwas aus der Mode gekommen. Die meisten Stücke sind einem heutigen Klavierschüler ohnehin schwer zugänglich und vor allem der Musikgeschmack hat sich grundlegend gewandelt. Auch die Titel der kleinen Miniaturen sind nicht mehr allgemein verständlich: Den „fröhlichen Landmann“, zufrieden mit seinem kleinen Sohn und dem Familienhund von der Arbeit zurückkehrend, die Sense geschultert, gibt es einfach nicht mehr und auch“ Knecht Ruprecht“, der polternden Gefährte mit der Rute des gütigen Nikolaus, vor dem die Kinder manchmal zitterten, ist dem Weihnachtsmann gewichen, der in jedem Fall den Kindern etwas Schönes bringt. Wer kennt noch Goethes „Mignon“, wer die die vielen literarischen und musikalischen Anspielungen in den einzelnen Stückchen, die dem Bildungsbürger des 19. Jahrhunderts allgemein geläufig waren. Was also kann uns motivieren, sich mit den kleinen Pretiosen aus dem 19. Jahrhundert zu befassen da sich im Musikleben eine von virtuoser Perfektion dominierte Hochleistungskultur durchgesetzt hat? Es gibt dazu eine ganz einfache Antwort: In erster Linie ist das Album ein bedeutendes und leider vernachlässigtes und unterschätztes Meisterwerk in welchem Robert Schumann die romantische Idee, die Einheit der Künste, in Musik umgesetzt. Er sagt einmal: Der gebildete Musiker wird an einer Raffaelschen Madonna mit gleichen Nutzen studieren können, wie der Maler an einer Mozartschen Symphonie. Noch mehr! Dem Bildhauer wird jeder Schauspieler zur ruhigen Natur, diesem die Werke jenes zu lebendigen Gestalten. Dem Maler wird das Gedicht zum Bild; der Musiker setzt die Gemälde in Töne um.«

Die 43 Charakterstücke des „Album für die Jugend“ erfüllen diese Maxime exemplarisch und eröffnen einen Zugang zur romantischen Musik, dem sich wohl keiner entziehen kann. Kurt Seibert präsentiert die umfangreiche Sammlung als Gesprächskonzert mit Lichtbildern. Der Rezensent der „Nordwestzeitung“, Andreas Schweiberer bemerkte dazu „…Die geistige, intellektuelle Substanz der insgesamt 43 Klavier-Psychogramme zu Themen des Jahreslaufs, des ländlichen Lebens und der Kinderwelt ist der manchmal bewusst naiv und kindlich daherkommenden Oberfläche ohne eingehende Studien nicht abzulesen. Seibert fand die passenden Worte für dieses kulturelle Erziehungsprogramm am Klavier mit all den versteckten Bildungszitaten, die der Laie nicht wird aufschlüsseln können.

 

Eintritt zu den Veranstaltungen: € 20,– ermäßigt € 10,–

Bitte reservieren Sie unter: info@pianomicke.de